Die Psyche ist unkreativ: Sie setzt uns immer dieselben gedanklichen Filme vor.
Wenn Sie ihr Standardprogramm kennen, wissen Sie, was Sie zu erwarten haben, und können schneller defusionieren.
Wenn Sie ein bisschen darauf achten, was Ihnen im Alltag für Gedanken kommen, fällt Ihnen schnell auf, dass es sich um die immergleichen Themen handelt. Auch wenn Sie mit dem Freien Schreiben nicht viel anfangen können, kann es hilfreich sein, sich einen Überblick über Ihre persönlichen Klassiker zu verschaffen. Was sind die Lieblingsfilme Ihres Kopfkinos? Dazu können Sie quasi Inventur machen und eine Liste erstellen. Was genau spielt sich da ab? Welche Personen kommen vor? Wenn Sie Ihre Filme gut kennen, bemerken Sie die Fusionen in Zukunft schneller und können dadurch schneller defusionieren (Zettle, 2010).
Falls Sie noch einen Schritt weiter gehen wollen, haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Sie könnten sich überlegen, welcher psychische Anteil sich hier zu Wort meldet und diesen visualisieren (Übung Tag 13). Oder Sie können den Gedanken mit ins Freie Schreiben nehmen. Sie können auch zu Tag 22 oder 23 vorgreifen und die Sätze, die Ihre Psyche wieder und wieder gebetsmühlenartig wiederholt, durch eine bekannte Melodie oder die Stimme eines Cartoon-Charakters entfremden.