Dieser Kurs ist auf Spotify (und allen anderen Podcast-Diensten) verfügbar. Dort finden sich außerdem eine Geführte Meditation und eine Geführte Meditation bei schwierigen Gefühlen.
Durch Meditation Impulse erkennen und nicht automatisch handeln, Verhalten bewusster steuern
Unangenehme Gefühle und Körperempfindungen aushalten lernen, weniger Vermeidungsverhalten
Gedanken als vorübergehende mentale Ereignisse sehen, weniger Grübeln und Selbstkritik, mehr im Hier und Jetzt sein
Eigene innere Prozesse besser beobachten, mehr Selbstverständnis und Klarheit über Emotionen und Reaktionen
Mehr Empfänglichkeit für Sinneseindrücke im Alltag, stärkeres Empfinden für kleine positive Erlebnisse
Meditation ist ein nützliches und sehr vielseitiges Werkzeug, um eine Reihe von Problemen zu lösen, die sich im Alltag stellen:
Jeder hat Verhaltensweisen, die er gern ändern würde. Diesen Verhaltensweisen liegt immer ein Handlungsimpuls zugrunde. Damit meine ich die innere Spannung, die mich zur Handlung drängt und die sich erst auflöst, wenn ich die Handlung ausführe. Das kann der Impuls sein, eine juckende Stelle am Arm zu kratzen, der Impuls, etwas Verletzendes zu sagen, wenn ich mich angegriffen fühle, der Impuls, eine Zigarette zu rauchen, nachdem ich gegessen habe, der Impuls, mich sozial zu isolieren, wenn ich traurig bin, der Impuls, ans Handy zu gehen, wenn ich gelangweilt bin. Durch Meditation kann ich lernen, diese Handlungsimpulse wahrzunehmen, sie auszuhalten, ohne ihnen zu folgen, und dadurch die entsprechende Verhaltensweise abzubauen, wenn dies mein Wunsch ist. Das führt langfristig nicht etwa zu einer passiven Apathie, sondern dazu, dass ich mein Handeln mehr an meinen eigenen Vorstellungen und Werten ausrichten kann und nicht mehr durch mehr oder weniger zufällige Impulse und „Trigger“ hin- und hergeschleudert werde.
Jeder hat im Leben mehr oder weniger unter schwierigen Gefühlen oder sonstigen Empfindungen wie Schmerzen oder Unwohlsein zu leiden. Wir leiden an diesen Empfindungen und stecken viel Zeit und Energie darein, sie zu vermeiden. Dies funktioniert aber nur teilweise, weil nicht alle unangenehmen Empfindungen eine eindeutige äußere Ursache haben, die sich beheben lassen könnte. Ich kann zwar etwas essen, wenn ich Hunger habe, aber für viele unangenehme Empfindungen funktionieren solche nach außen gerichteten Lösungsstrategien nicht. Durch Meditation kann ich lernen, diese unangenehmen Empfindungen auszuhalten und akzeptieren. (Paradoxerweise werden sie dadurch weniger unangenehm, aber dazu später mehr.)
Jeder Mensch leidet mehr oder weniger unter bestimmten Gedanken. Damit meine ich zum Beispiel selbstabwertende Gedanken, Grübelschleifen oder irgendeine andere Form von Kopfkino, das uns im Alltag belastet. Durch Meditation kann ich lernen, aus diesen Gedanken auszusteigen und sie als das wahrzunehmen, was sie sind: psychische Ereignisse, die kommen und wieder gehen, und nicht der Weisheit letzter Schluss. Dadurch lerne ich, mehr im Hier und Jetzt zu sein.
Durch Meditation lerne ich, mich selbst immer besser zu beobachten, meine Gefühle, meine psychischen Reaktionen, meine Ängste etc. Dadurch lerne ich mich selbst immer besser kennen.
Indem ich bestimmte geistige Fähigkeiten kultiviere, werde ich außerdem empfänglicher für die kleinen Dinge und Genüsse im Leben: schöne Sonnenuntergänge, Vogelgezwitscher, leckeren Kaffee, Musik etc.