Exploration von A (Activating Event – Auslöser)
Exploration von C (Consequences – Konsequenzen)
Exploration von B (Beliefs – Bewertungen/Überzeugungen)
Festlegung von C’ (Veränderungsziel)
Verdeutlichung der Verbindung zwischen B und C
Brainstorming von möglichen B’ (Alternativannahmen)
Zusammenfassende Vermittlung (ABC-Protokoll)
Einladung zur gemeinsamen Überprüfung (Phase D – Disputation)
1. Exploration von A (Activating Event – Auslöser)
Wählt eine ganz spezifische, problematische Episode aus, die als „Zeitanker“ dient.
Ziel: Das Ereignis (äußerlich oder innerlich) so objektiv wie möglich beschreiben.
Hilfsfragen: „Was genau geschah in diesem Moment?“, „Was hätte eine Kamera aufgenommen?“
Wichtig: Vermeidet hier bereits Bewertungen. A sollte die reine „sachliche Beschreibung“ sein.
2. Exploration von C (Consequences – Konsequenzen)
Erhebt die emotionalen und verhaltensbezogenen Reaktionen, die auf A folgten.
Emotionen: Benennt das Gefühl (z. B. Angst, Wut, Scham) und schätzt die Stärke auf einer Skala von 0 bis 100 % ein. Konzentriert euch pro Modell auf eine Emotion.
Verhalten & Körper: Notiert, was ihr konkret getan habt und welche körperlichen Symptome (z. B. Herzrasen, Schwitzen) auftraten.
3. Exploration von B (Beliefs – Bewertungen/Überzeugungen)
Identifiziert die Gedanken, die zwischen A und C vermitteln.
Vorgehen: Fragt nach dem inneren Selbstgespräch: „Was ging euch in diesem Moment durch den Kopf?“
Ellis-Spezifik: Sucht besonders nach absoluten Forderungen („Musturbationen“), wie „Ich muss ...“, „Andere müssen ...“ oder „Die Welt muss ...“.
Differenzierung: Unterscheidet zwischen der persönlichen Sichtweise (B1), den Schlussfolgerungen (B2) und der eigentlichen Bewertung (B3), wie „Das ist schrecklich!“.
4. Festlegung von C’ (Veränderungsziel)
Klärt, wie ihr euch in derselben Situation A stattdessen gerne fühlen oder verhalten würdet.
Ziel: Definition einer angemesseneren, hilfreichen Reaktion (z. B. „eher besorgt statt panisch“ oder „sachlich bleiben“).
5. Verdeutlichung der Verbindung zwischen B und C
Erarbeitet die Einsicht, dass das erwünschte Ziel (C’) mit den aktuellen Gedanken (B) logisch unmöglich ist.
Beispiel: Wenn ihr denkt „Ich bin ein totaler Versager“ (B), ist es unmöglich, euch dabei gleichzeitig gelassen (C’) zu fühlen.
6. Brainstorming von möglichen B’ (Alternativannahmen)
Sucht nach neuen Kognitionen, die das Ziel C’ ermöglichen würden.
Methoden: Fragt nach Ausnahmen („Wann war es weniger schlimm?“) oder nutzt einen Perspektivwechsel: „Was würde eine gute Freundin in dieser Situation zu sich sagen?“
Ziel: Entwicklung von Präferenzen statt Imperativen (z. B. „Ich möchte gerne Erfolg haben, aber wenn nicht, bin ich trotzdem kein wertloser Mensch“).
7. Zusammenfassende Vermittlung (ABC-Protokoll)
Zeichnet das Modell grafisch in ein Raster ein, um den funktionalen Zusammenhang zu verdeutlichen.
Gegenüberstellung: Stellt die Spalten A-B-C den Spalten A-B’-C’ gegenüber.
Erkenntnis: Macht euch klar: Nicht die Dinge beunruhigen uns, sondern unsere Meinung über die Dinge.
8. Einladung zur gemeinsamen Überprüfung (Phase D – Disputation)
Betrachtet den Gedanken B wie Wissenschaftler als eine Hypothese, die überprüft werden muss.
D (Disputation): Prüft die Logik, den Wahrheitsgehalt und die Nützlichkeit des Gedankens (z. B. „Hilft mir dieser Gedanke, meine Ziele zu erreichen?“).
E (Effect): Ziel ist es, durch die Disputation eine neue, effektivere Lebensphilosophie zu festigen.