Die Technik lässt sich nur schwer allein und mit geschlossenen Augen im Sitzen trainieren. Am besten suchen Sie sich eine Alltagssituation aus, in der Sie einen leichten Handlungsdran empfinden. Wenn Sie beispielsweise im Anschluss an eine herzhafte Mahlzeit normalerweise etwas Süßes, versuchen Sie einmal, hierauf zu verzichten.
Es geht im ersten Schritt nur darum, mit dem Handlungsdrang in Kontakt zu kommen. Spüren Sie nach, wie der Drang die vier oben beschriebenen Phasen durchläuft und schauen Sie, ob Sie den Verlauf aushalten, bis der Drang vollständig abgeklungen ist. Wenn Sie diese Fähigkeit anhand einiger leichter Situationen geübt haben, können Sie sich stärkeren Gewohnheiten zuwenden und den Schwierigkeitsgrad schrittweise steigern. Überfordern Sie sich nicht und wollen Sie nicht zu viel auf einmal!
Wenn Sie die Technik noch etwas effektiver gestalten wollen, können Sie sie mit der Anker-Technik von Tag 5 kombinieren. Suchen Sie sich einen Anker aus, der Sie im Hier und Jetzt hält. Halten Sie den Anker im Hintergrund Ihres Bewusstseins, um nicht zu fusionieren. Während Sie so im Hier und Jetz verankert sind, können Sie das Kommen und Gehen des Handlungsdrangs sicher beobachten wie die Meeresbrandung, ohne von ihm fortgerissen zu werden.