In dieser Reflexion geht es darum, ein Gefühl für die unterschiedlichen Faktoren zu bekommen. Um problematische Situationen richtig zu analysieren und zu verändern, ist es notwendig, die fünf Faktoren korrekt zu erfassen und voneinander zu trennen.
1. Situation / Umweltfaktoren
Welche Situationen belasten mich aktuell besonders?
Gab es in letzter Zeit wichtige Veränderungen in meinem Leben?
Welche Ereignisse der letzten Jahre haben mich stark geprägt oder gestresst?
Gibt es dauerhafte Belastungen in meinem Alltag (z. B. Konflikte, finanzielle Sorgen, gesundheitliche Probleme)?
In welchen Situationen treten meine Schwierigkeiten besonders häufig auf?
2. Gedanken
Was geht mir in belastenden Situationen spontan durch den Kopf?
Welche Gedanken habe ich über mich selbst?
Welche Erwartungen habe ich an andere Menschen oder an die Zukunft?
Welche Gedanken halten mich davon ab, Dinge zu tun, die mir wichtig wären?
Welche Erinnerungen, Bilder oder inneren Vorstellungen tauchen dabei auf?
3. Gefühle
Welche Gefühle erlebe ich am häufigsten?
Welche Gefühle sind für mich besonders belastend?
In welchen Situationen treten diese Gefühle besonders stark auf?
Wie intensiv erlebe ich diese Gefühle?
4. Verhaltensweisen
Wie verhalte ich mich, wenn es mir schlecht geht oder ich belastet bin?
Was tue ich dann häufiger und was vermeide ich eher?
Wie wirkt sich mein Verhalten auf Arbeit, Schule, Studium oder Beziehungen aus?
Ziehe ich mich zurück, kontrolliere ich Dinge stärker oder suche ich Sicherheit?
Welche Verhaltensweisen helfen kurzfristig, verschlechtern aber vielleicht langfristig das Problem?
5. Körperliche Reaktionen
Woran merke ich körperlich, dass es mir schlecht geht oder ich angespannt bin?
Wie verändern sich Schlaf, Energie oder Appetit in belastenden Phasen?
Welche körperlichen Symptome treten in schwierigen Situationen auf (z. B. Herzrasen, Schwitzen, Zittern, Bauchschmerzen)?
Gibt es bestimmte körperliche Warnsignale, die früh auftreten?