In der heutigen Übung nutzen Sie wieder bestimmte Techniken, um den Inhalt Ihrer Gedanken mit Humor zu entfremden und dadurch von Ihnen zu defusionieren. Insofern ähnelt die Technik der Übung von Tag 9, an dem Sie sich Gedanken als Medien vorgestellt haben. Diese Übung eignet sich besonders, wenn Ihnen ein bestimmter Typ Gedanke wieder und wieder kommt, wie Sie es vielleicht im Rahmen der gedanklichen Inventur von Tag 18 bemerkt haben. Zur Entfremdung können Sie zwei Strategien nutzen:
Sie können Gedanken, von denen Sie defusionieren wollen, zu einer bekannten Melodie singen. Z. B. „Ich bin inkompetent.“ auf die Melodie von Happy Birthday. Dies wird dazu führen, dass der Gedanke ins Lächerliche gezogen wird und durch die häufige Wiederholung seine Bedeutung verliert. Es ist ein bisschen, als würden Sie wieder und wieder das Wort „Bauschaum“ sagen, bis es zu einer bedeutungslosen Silbenhülse geworden ist. Sobald Ihnen der Gedanke im Alltag wieder unterkommt, denken Sie automatisch an das lächerliche Lied und haben dadurch schon der erste Schritt auf dem Weg der Defusion getan.
Sie können Gedanken, von denen Sie defusionieren wollen, im Kopf in der Stimme von Cartoon-Charakteren aussprechen, z. B. in der Stimme von Homer Simpson. Diese Technik ähnelt sehr der Visualisierung des inneren Kritikers von Tag 13. Auch hierdurch wird der Inhalt des Gedankens ins Lächerliche gezogen, was die Defusion erleichtert.
Experimentieren Sie gern ein wenig mit den Techniken herum und schauen Sie, was für Sie funktioniert. Wie immer gilt: Wenn Sie keinen Nutzen aus der Übung ziehen, fühlen Sie sich zu nichts verpflichtet.