Labeling = Empfindungen innerlich/laut benennen als „see“ „hear“ „feel“
gleichmäßiges labeln alle 1 bis 4 Sekunden
Label an aktueller Sinnesmodalität ausrichten
unterstützt Konzentration, sinnliche Klarheit und Gleichmut automatisch
gut für Anfänger als Strukturhilfe, aber auch später sehr hilfreich
Noting auch ohne Labels möglich
Labeling könnte man auf Deutsch mit „Etikettierung“ übersetzen und das beschreibt die Technik eigentlich sehr treffend. Die Idee ist, dass man Empfindungen mit Labels versieht, die man innerlich denkt oder sogar ausspricht. Man kann unterschiedlich schnell labeln, aber Shinzen Young empfiehlt ein Label alle 1 – 4 Sekunden. Wichtig ist es, einigermaßen gleichmäßig zu labeln. Als Labels nutzt er die Worte „see“, „hear“ und „feel“ je nachdem, in welcher Sinnesmodalität die Empfindung auftritt.
Wenn ich zum Beispiel als Focus Range die Empfindungen in meinen Händen bestimme, konzentriere ich mich auf meine Hände und denke oder sage das Label „feel“, wenn ich eine Empfindung spüre. Wenn ich die Focus Range weit mache und alle Sinne einbeziehe, denke oder sage ich das Label „see“, „hear“ oder „feel“ je nachdem, wo meine Aufmerksamkeit gerade ist. (Natürlich können auch die deutschen Wörter verwendet werden.)
Wenn ich Labels nutze, ist damit automatisch garantiert, dass ich ausreichend Konzentration, sinnliche Klarheit und Gleichmut habe, um richtig zu meditieren. Deshalb kann man sich am Anfang, wenn man noch unsicher ist und wenig Meditationserfahrung hat, sehr gut am Labeling orientieren. Sobald ich mehr Erfahrung habe, weiß ich, wie sich solide Konzentration, sinnliche Klarheit und ein solider Gleichmut anfühlen, sodass ich die Labels gegebenenfalls weglassen und ohne Labels weiternoten kann. Labels haben nur die Funktion, Noting zu unterstützen.