Triggergedanken sind die Themen oder Fragen, an denen wir besonders leicht hängen bleiben und ins Grübeln geraten. Nicht alle Triggergedanken sind uns bewusst.
Um eigene Triggergedanken zu erkennen, hilft Selbstbeobachtung im Alltag, beispielsweise durch kurze Notizen darüber, welche Themen uns besonders häufig beschäftigen.
Das Notieren dient nicht dazu, Probleme zu analysieren oder für die Grübelzeit zu sammeln, sondern lediglich dazu, die eigenen Triggergedanken zu erkennen.
Hilfreiche Fragen zur Identifikation von Triggergedanken sind: „Welches Problem versuche ich gerade zu lösen?“, „Über welche Gefahr mache ich mir Sorgen?“ oder „Welche vergangene Situation beschäftigt mich noch?“
Viele Menschen kennen ihre Triggergedanken bereits oder erkennen sich in den kurzen Schilderungen wieder, die ich in dieser Serie gebe. Trotzdem kann man nicht immer alle seine Triggergedanken aus dem Stand nennen. Deshalb kann es hilfreich sein, sich selbst im Alltag zu beobachten und zu bemerken, über welche Themen man besonders viel nachgrübelt. Dazu kann es hilfreich sein, sich ein kleines Notizbuch anzulegen, was man im Alltag bei sich führen kann.
Wenn ich dann merke, dass ich eine Stunde lang untätig auf der Couch liege, kann es hilfreich sein, kurz die Themen in Augenschein zu nehmen, die ich dabei bearbeite. In dieser Weise kann man Buch darüber führen, welches Thema einen wann besonders beschäftigt hat. Dies dient nicht dazu, die Themen im Notizbuch selber inhaltlich zu bearbeiten. Es dient auch nicht dazu, die Themen für die Grübelzeit festzuhalten. Denn was wichtig ist, wird sich von selbst wieder zeigen. Es dient lediglich dazu, sich über die eigenen Grübelgedanken klarzuwerden.
Wenn ich also bemerke, dass ich grüble, kann ich mich immer fragen: Welches Problem versuche ich gerade zu lösen? Das wird in der Regel der Triggergedanke sein. Wenn ich merke, dass ich mir gerade besonders viele Sorgen mache, kann ich mich fragen: Über welche Bedrohung mache ich mir eigentlich gerade Sorgen? Über welche Gefahr denke ich nach? Und welche Szenarien gehe ich dabei durch? Zum Beispiel Geldsorgen oder Leistung. Bin ich gut genug für meinen Job? Wie steht es um meine Karrierechancen? Welche Ungerechtigkeiten wurden mir in der Vergangenheit angetan? Welche offenen Rechnungen habe ich noch? Welche vergangenen Situationen beschäftigen mich heute noch? Bin ich eigentlich noch glücklich in meiner Beziehung? Und so weiter und so fort.
Welche Triggergedanken jemand hat, ist sehr individuell. Denkt noch einmal an das Bild des Sushi-Restaurants. Unterschiedliche Menschen werden sich unterschiedliche Tellerchen vom Fließband nehmen, denn die Geschmäcker sind verschieden.